LYS 136 - Stiller Begleiter - Halt im Sturm
27.09.14-2, 150.Jahr
Wenn Nebel mir den Blick verschleiert,
Tosend Sturm peitscht wilde Welt
Spüre ich die Kraft und Ruhe
Die ihn umgibt, scheints niemals fällt.
Wenn Herrschers Wut streicht über Lande
Die mich oft auf die Knie zwingt
Tief erschüttert meine Seele
Ist Er es, der den Schutz mir bringt.
Ruhend Blick aus tiefen Augen
Sehend, wissend, weise, alt
Stumm gereichte Hand im Sturme
Niemals lässt das Herz mir kalt.
Ich weiß nichts von dem fremden Ritter
Doch Vertrauen tief erwacht
Und es freut mich, wenn ich schreite
Seit' bei Seit' ihm in der Nacht.
Wenn auch ich darf still ihm leuchten
Auf dem steinig steilen Weg
Falls der Schild einmal versagt ihm
Und zu schmal scheint jeder Steg.
Niemals mehr, als ein Begleiter
Und doch wie ein Freund er scheint
Dankbar schätz' ich seine Nähe
Wenn mir still die Seele weint. |