LYS 12x – Das Turnier
25.06.14-2, 150. Jahr
Fahnen, so bunt, wehen hoch über’m Platz
Und vielerorts schnauben die Rösser
So manch ein Knappe erinnert die Hatz
Und Gäste der umliegend’ Schlösser.
Bald donnern die Hufe wieder übers Feld
Und klirren die edlen Geschirre
Die Ritter, sie kommen her aus aller Welt
Es erhebt sich ein Stimmengewirre.
Die Schreiber und Herolde sind stets bedacht
Aller Namen zusammen zu tragen
Sie laufen bei Tage bis tief in die Nacht
Und klären noch die letzten Fragen.
Dann schließlich senkt Ruhe sich über das Feld
Wenn schlafen die Ritter und Damen
Doch immernoch regt sich die heimliche Welt
Die schafft dem Turniere den Rahmen.
Und mit erstem Lichte am früh’ Morgen dann
- Die Knappen sind fleissig seit Stunden -
Entschwindet die Gruppe der Ritter im Tann
Zu laufen die ehernen Runden.
Nach dem Morgenmahle beginnt dann der Streit
Zu Fuß auf dem Felde der Ehre
Lernt kennen die Ritter, schätzt Gegner so weit
Und wer einst der Sieger wohl wäre.
Der Tjost wird geritten sodann in der Bahn
Und manch’ einer landet im Sande
Die Lanze hell bricht an der Rüstung alsdann
Und bald fällt der Reiter zur Bande.
Der Fußkampf sich zeigt dann in Schild und Schwert
In Bewegung auf dem Gras der Wiese
So manch’ einer beweist hier ganz neuen Wert
Oh, schaut nur auf Ritter wie diese!
Es gehen die Tage der Turney dahin
Im Singen, im Streit und im Werte
Es beweist der Ritter auch der Minne Sinn
Und nicht nur die Hochkunst im Schwerte.
Viele der Gunstbänder flogen im Wind
Die erhielten die Ritter von Damen
Und im Siege manch’ einer strahlt wie ein Kind
Der machte sich hier einen Namen.
* * *
Lauf: 1-23-456
KAP: ohne
Akkorde:
C Am
D Am
C D
C G
Em G
C D
C D
C G
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