|
|
 |
LYS 120 - Ein Reisschnapshaus in Tulenin
14.06.14-2, 150. Jahr
Manchmal geschehen Dinge,
von denen man nichts ahnt
Und über Länder Grenzen
sich mächtiges anbahnt.
So gibt es fernen Landes
ein süffiges Getränk
Dawelches man gewöhnlich
in Makrabar ausschenkt.
Doch Tuleniner Mannen,
die sprachen diesem zu
Erlagen seinen Reizen -
nun lässt es keine Ruh!
"Da müssen wir was machen!"
der Eine munter sprach
"Oh ja, mir schwant schon etwas -
da liegt doch Land noch brach!"
"Du meinst, ein' neue Schänke?"
"Ja sicher, und noch mehr!
Ein Reisschnapshaus im Reiche,
ja das muß endlich her!"
"Glaubst Du man könnte dann auch
die Damenwelt betör'n?"
"Bist Du des Wahnsinns, Meister?
Lass das nur keinen hör'n!"
Und lachend liegen beide
mit glasig' Augen da
Und ahnen nicht, welch Ohren
die Worte hör'n fürwahr.
Dem Manne fernen Landes,
dem dies zu Ohren kam,
Zog diese beiden Zecher
dann schnell zu sich heran.
Ergriff sie bei den Ohren
und schüttelt sie dann aus -
"Oh hört, ihr beiden Männer,
was spricht das Schicksal aus!
Es sei Euch nun beschieden,
gesprochen Wort zu tun
Und rastlos Eure Seelen,
werden nicht weiter ruh'n
Bis Schicksals ewig Wirken
wird schaffen neues Band
Und Reisesschnapses Willen
führ'n so in Euer Land."
Gar zitternd hör'n die Beiden,
was da an Worten fällt
Und welche Last den Männern
auf Schultern liegt: Die Welt.
"Oh bitte, lasst uns schaffen
den Handel Tulenins
Und makrabarisch Wunder
geht mir nicht aus dem Sinn!"
Wer weiß, was nun wird werden -
mich deucht, es wurd' gehört
Der leisen Worte Bitte,
die hohen Sinn betört. |
|
 |
|
|
|
|
Alle hier veröffentlichten Bilder, Lieder und Texte sind mein persönliches Eigentum und unterliegen dem Urheberrecht. Die Verwendung, auch zu privaten Zwecken, ist ausschließlich in Rücksprache mit mir gestattet. |
|
|
 |
|
|
|
|