LYS106 – Masken
15.09.13-2
Die Maske, die Du trägst, die Maske, die man sieht...
Sie birgt Dir jed’s Geheimnis, bis jede Wahrheit flieht!
Wir alle tragen Masken, mal offen, mal geheim
Und dürfen doch darunter auch wild wie Tiere sein.
Nach außen fein und lieblich, geziert und unnahbar
Scheint maches Fürstenhaupte in Maske wohl fürwahr!
Manch’ and’rer trägt die Maske und birgt Charakter dort
Den er darf niemals zeigen, er bräche sonst sein Wort.
So laufen viele Wölfe im Schafespelz herum
Und wer nicht wirklich sieht der bleibt ewiglich noch dumm.
Manch’ Maske lächelt freundlich, doch Augen blitzen kalt
Und voller hart’ Berechnung taxiert man Dich schon bald
Ob du der Mühe Wert bist, zu treten Dir zur Seit’
Oder ob nicht ein Dolch Dich von Lebenslast befreit!
Die Maske, die Du trägst, die Maske, die man sieht...
Sie birgt Dir jed’s Geheimnis, bis jede Wahrheit flieht!
So geht das Spiel der Masken bei Hofe jederzeit
Doch birgt es nicht nur Schlechtes, wenn von der Mask’ befreit.
Unter manch’ harter Schale verbirgt sich edles Licht
Und Du wirst echten Adels im Herzen angesicht’.
Genauso liegt die Liebe manchmal verborgen tief
Unter der starren Maske des Standes Adelsbrief
So fern und unerreichbar die Kluft des Lebens weit
Darf niemals Maske heben, niemals das Herz befreit.
Wir tragen alle Masken, mal offen, mal geheim
Und dürfen doch darunter auch tief verletzlich sein.
Nach außen fein und lieblich, freundlich und offenbar
Scheint jedes Menschen Haupte in Maske wohl fürwahr!
Die Maske, die Du trägst, die Maske, die man sieht...
Sie birgt Dir jed’s Geheimnis, bis jede Wahrheit flieht!
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